BILDSCHÖN
Seit zwölf Tagen und heute...
Da sitze ich nun: Seit nahezu zwei Wochen über das Ziel hinaus geschossen ganz normal auf meinem Sofa - gerade so als sei nichts gewesen...
Aber war denn überhaupt etwas, hat sich irgendetwas grundlegend geändert? Eins ist in jedem Fall klar: Es ist bei weitem noch nicht alles geschafft! Diese Seite hat einen kurzen Einblick in das gewährt, was hinter mir liegt und was nun Grundlage für vieles bildet, was mir noch bevor steht.
Eins ist aber auch klar: Die Party ist geschafft! Noch einmal herzlichen Dank an alle, die dabei waren und zu mir gestanden haben. Die lange ersehnten Fotos des Abends findet Ihr hier:
Die Bilder beweisen hoffentlich, dass man auch im hohen Alter noch Spaß haben kann.
"Man", das bin ich - Benedikt, jetzt DREISSIG - ein wahrscheinlich ganz normaler Kölner Junggeselle, der bisher soweit mit seinem Leben zufrieden sein kann.
BILDER
Seit zwei Tagen und heute...Es ist vollbracht, die Hürde ist genommen. Mehr als einhundert Leute haben mein gesellschaftliches Aus betrauert. Die Bilder und weitere Details zu dem Abend folgen am Ende dieser Woche. Und auch wenn Zeit das Letzte ist, was wir haben, so bitte ich doch noch so lange um ein wenig Geduld.
GEBURTSTAG
Heute...
Die Kommunikationskanäle sind seit 6:15 Uhr wieder geöffnet und den ganzen Morgen erreichen mich Beileidsbekundungen von überall her: Partygäste, Leute, die es leider nicht schaffen werden und Menschen, die gar nicht erst eingeladen waren.
Für die netten bzw. gut gemeinten Worte bedanke ich mich hier schon einmal recht herzlich! Heute Abend dann persönlich bei dem ein oder anderen Bierchen mehr. Bis dahin füllt sich so langsam mein nachmittäglicher Terminplaner: Noch einige kleinere Einkäufe, dann ein Biergartenbesuch mit den langsam einkehrenden auswärtigen Gästen, danach noch schnell eine Pizza als solide Trinkgrundlage eingeworfen, fix geduscht und umgezogen.
Ab 19:00 Uhr stehe ich dann im DEUTZER ZWEI zur Verfügung. Und bei DEM Wetter wird die Terrasse heute Abend intensiv genutzt werden. Das Radio meldet schon den ganzen Morgen Keilereien an den Fleischtheken und warnt vor Staus an den Grillplätzen.
Bei solchen Ausgangsbedingungen bleibt kein Platz für sentimentales Gedusel. Habe noch ausreichend Zeit, meiner Jugend die nächsten zehn Jahre hinterher zu trauern. Der Tag will und muss schließlich genutzt werden.
Was die Welt morgen bringt,Ob sie mir Sorgen bringt,Leid oder Freud?Komme, was kommen mag,Sonnenschein, Wetterschlag,|: Morgen ist auch ein Tag, Heute ist heut! :|Wenn's dem Geschick gefällt,Sind wir in alle WeltMorgen zerstreut!Drum laßt uns lustig sein!Wirt, roll' das Faß herein!|: Madel, schenk ein, schenk ein! Heute ist heut! :|(...)
Und wer weiß: Vielleicht gefällt mir die "3" ja irgendwann...
Die "4" ist jedenfalls erst einmal noch in weiter Ferne. Aber hier schon einmal ein paar Eindrücke, wie es dann sein könnte, am Beispiel von Börses Geburtstag:
Treffen der Generationen [v.l.n.r.: Benedikt (29), Julia (25), Thorr (zu alt), Börse (40)]
Déjà-vu-Erlebnis: Börse und Benedikt (und ein guter Tropfen)
So, ich muss los - Priester und Trauerredner warten. Jede Erfahrung im Leben ist es wert, mindestens einmal gemacht zu werden. Sollte sich jemand detaillierter für meine interessieren - gern gesehen sind hierbei Buchverleger! - oder einfach jemanden zum Reden benötigen, dann kann er oder sie gerne auf mich zu kommen. Habe immerhin jetzt die nötige Reife und Weisheit erreicht und kenne die Antworten auf alle grundlegen Fragen...
Mist, Klopapier ist aus.
ABSCHIED
Der Rest von heute...Das Handy ist ausgeschaltet, das Festnetztelefon kaputt (siehe Geschenkeliste), mein Outlook nicht gestartet und Skype deaktiviert. Der Abend bzw. die noch letzte verbleibende Stunde meiner Jugend gehört mir ganz allein.
Der Wendepunkt ist bald erreicht, die Weggabelung nur noch wenige Gehminuten entfernt, der Gipfel nahezu erklommen... Und alles was dahinter kommt, liegt derzeit für mich in einen tristen Nebel gehüllt. [Grauer Star?]
Es ist nun Zeit, sich von der geliebten "2" zu verabschieden und die undurchsichtige "3" Willkommen zu heißen. Was sie mir bringen mag, kann und will ich gar nicht abschätzen, aber es werden bestimmt auch ein paar gute Sachen dabei sein.
So denn: Den Sekt zur Hand genommen, dem Schicksal ins Gesicht lächelnd und die Türe hinter einer erinnerungswürdigen "2" schließend, höre ich draußen jemanden ein fröhliches Zarah Leander-Lied pfeiffen: "Davon geht die Welt nicht unter..."
Stimmt, aber sie geht deshalb auch nicht weiter auf.
GESCHENKT
Noch 6 Tage und der Rest von heute...Es ist so weit: Die verbleibenden Tage kann ich mittlerweile schon im Kopf ermitteln. Mein, mir während der letzten Monate ans Herz gewachsener, Tagesrechner hat somit ausgedient.
Es ist Karfreitag und ich bin heilfroh, dass mein Geburtstag einmal NICHT auf Ostern gefallen ist. So ganz ohne Musik wird auch der motivierteste Partygast irgendwann depressiv. Außerdem sind die meisten Leute in diesen Tagen irgendwo anders unterwegs.
"Op jöck" war ich die letzten Wochen auch und habe - entgegen der vergangenen Jahre - in dieser Saison während der Fastenzeit NICHT auf Alkohol verzichtet. Ich wollte so die letzten Wochen meiner Jugend ohne Einschränkungen genießen. Ist mir auch gelungen.
Ich habe aber auch feststellen müssen, dass ein Alkoholverzicht zwischen Karneval und Ostern immer mehr zur Modeerscheinung verkommt. Man muss sich mittlerweile schämen, sich in diesen Tagen mit einer Bierbestellung an den Tresen zu wagen. Sehr seltsam, denn als ich vor sechs Jahren damit angefangen habe, war die antialkoholische Bestellung auf Parties eigentlich die erklärungsbedürftige. Typischer Wortwechsel zu diesen Zeiten:
Sie: "Oh, Du machst den Fahrer?"
Benedikt: "Nein, ich versuche nur während der Fastenzeit meine Genusssucht einzuschränken."
Ungläubiger Blick (im wahrsten Sinne des Wortes).
Sie: "So so... ah, da hinten wird gerade mein Platz frei!"
Benedikt alleine an der Theke mit einer lauwarmen Cola in der einen Hand - und dem Schild mit der Aufschrift "Fundamentalist" in der anderen.
Aber ist ja schön, wenn die Zeiten sich ändern und die Jugendlichen heutzutage nicht mehr denselben gesellschaftlichen Beschränkungen und Vorurteilen unterliegen wie wir damals. In ein paar Jahren ist "Jihad" wahrscheinlich auch nur ein Schlachtruf, der auf keiner guten Feier fehlen darf...
"Chalala lalalala la - Jihad! Chalala lalalala la - Jihad!"
Aber für Hardcorechristentum bleibt in diesen Tagen ja noch ausreichend Zeit. Und wie jedes Jahr verbringen die Jungs und ich die hochfeierlichen Tage auch in uns gekehrt am Osterfeuer - ein paar göttliche Koteletts und Würstchen darüber brutzelnd. Das macht das Leben lebenswert - und genau diesen Übergang nutze ich, um zum vieldiskutierten Thema "Geschenkideen" ein paar Worte los zu werden:
Konkrete Geschenkideen habe ich eigentlich keine, obwohl ich die letzten Wochen konzentriert darüber nachgedacht habe.
Nun ist es so, dass mein Festnetztelefon seit nunmehr zwei Monaten kaputt ist und ich bisher noch kein neues angeschafft habe (zur Freude von Vodafone). Also sollte jemand ein nützliches Geschenk für mich suchen, dann ist ein schnurloses ISDN-Telefon mehr als willkommen.
Ansonsten kann ich an dieser Stelle nur ein wenig über meine Interessen und Freizeitaktivitäten berichten: Generell bin ich an allem multimedialen und bestenfalls mobilen "Schnickschnack" interessiert. Alles, was Töne und Bilder wiedergibt, bestenfalls noch Interaktion zulässt und bequem in jede Hosentasche passt, findet direkt meine uneingeschränkte Zustimmung.
Dann haben mich Freunde angesprochen, dass in meiner Wohnung ja immer noch Einrichtungsgegenstände fehlen. (Fällt einem selber gar nicht mehr auf.) Zu nennen wären hier z.B. Bett, Couchtisch und Wohnzimmerlampe. Aber Möbel und ähnliches sind natürlich Geschmackssache und somit sehr sensibel und nur mit absoluter Überzeugung zu verschenken.
Nun bewege ich mich aber eher selten in meinen eigenen vier Wänden. Wie schon des öfteren an dieser Stelle erwähnt, bin ich häufig in und um Köln unterwegs, probiere gerne neue Kneipen und Bars aus, koste unbekannte Spezialitäten und - das muss am Alter liegen - versuche sogar Museen und Theater zu erkunden. Und natürlich ist meine Begeisterung rund um Köln und seine Angebote, in welcher Art und Weise auch immer, ungebrochen.
Und um mich selbst davon zu überzeugen, dass Köln den Vergleich mit anderen Metropolen nicht zu scheuen braucht, bin ich auch gerne anderswo unterwegs. Insbesondere kurzzeitige und -fristige Wochenendtrips mit dem Flieger innerhalb Deutschlands und Europa finde ich spitze: Ein H&M-Besuch in Dublin, ein Frühstück in Paris oder eine Intimrasur in Ankara - alles Dinge, die mich jederzeit begeistern.
Aber auch sonst freue ich mich über alles, was zeigt, dass man sich Gedanken gemacht hat: Ein gutes Buch, ein trashiger Film oder was Nettes zum Anziehen sind immer gerne gesehen.
Doch Vorsicht! Was man mir auf keinen Fall schenken sollte:
(a) Tinnef. Etwas zum hinstellen, was keinen wirklichen Zweck erfüllt und nur darauf wartet, abgestaubt zu werden - oder auch nicht.
(b) Eine Armbanduhr. Ich selber trage seit über fünf Jahren keine mehr und habe seitdem auch kein Gerät gefunden, das mich in Design und Funktionalität überzeugt hätte.
(c) Ein Bild. Ich habe mir zu meinem Geburtstag schon ein selbstgemaltes Werk gewünscht und das duldet keine anderen Bilder neben sich!
Um den Informationsaustausch bei Bedarf zu fördern und Doppelgeschenke zu vermeiden, biete ich allen an, die comments-Funktion am Ende dieses Eintrags als Schwarzes Brett zu nutzen und etwaige Vorschläge, Anfragen oder Anmerkungen dort zu posten. Ich werde in diesen Bereich nicht hineinsehen.
So oder so: Macht Euch bitte nicht zu viele Gedanken, insbesondere die Gäste, die von weiter her anreisen. Ich find's toll, wenn Ihr einfach alle in einer Woche dabei seid.
Und sollte der ein oder andere doch eine Kleinigkeit besorgt haben, dann ein Rat an dieser Stelle: Wirf die Quittung nicht weg! ;-)