Freitag, April 06, 2007

GESCHENKT

Noch 6 Tage und der Rest von heute...

Es ist so weit: Die verbleibenden Tage kann ich mittlerweile schon im Kopf ermitteln. Mein, mir während der letzten Monate ans Herz gewachsener, Tagesrechner hat somit ausgedient.

Es ist Karfreitag und ich bin heilfroh, dass mein Geburtstag einmal NICHT auf Ostern gefallen ist. So ganz ohne Musik wird auch der motivierteste Partygast irgendwann depressiv. Außerdem sind die meisten Leute in diesen Tagen irgendwo anders unterwegs.

"Op jöck" war ich die letzten Wochen
auch und habe - entgegen der vergangenen Jahre - in dieser Saison während der Fastenzeit NICHT auf Alkohol verzichtet. Ich wollte so die letzten Wochen meiner Jugend ohne Einschränkungen genießen. Ist mir auch gelungen.

Ich habe aber auch feststellen müssen, dass ein Alkoholverzicht zwischen Karneval und Ostern immer mehr zur Modeerscheinung verkommt. Man muss sich mittlerweile schämen, sich in diesen Tagen mit einer Bierbestellung an den Tresen zu wagen. Sehr seltsam, denn als ich vor sechs Jahren damit angefangen habe, war die antialkoholische Bestellung auf Parties eigentlich die erklärungsbedürftige. Typischer Wortwechsel zu diesen Zeiten:

Sie: "Oh, Du machst den Fahrer?"
Benedikt: "Nein, ich versuche nur während der Fastenzeit meine Genusssucht einzuschränken."
Ungläubiger Blick (im wahrsten Sinne des Wortes).
Sie: "So so... ah, da hinten wird gerade mein Platz frei!"
Benedikt alleine an der Theke mit einer lauwarmen Cola in der einen Hand - und dem Schild mit der Aufschrift "Fundamentalist" in der anderen.

Aber ist ja schön, wenn die Zeiten sich ändern und die Jugendlichen heutzutage nicht mehr denselben gesellschaftlichen
Beschränkungen und Vorurteilen unterliegen wie wir damals. In ein paar Jahren ist "Jihad" wahrscheinlich auch nur ein Schlachtruf, der auf keiner guten Feier fehlen darf...

"Chalala lalalala la - Jihad! Chalala lalalala la - Jihad!"

Aber für Hardcorechristentum bleibt in diesen Tagen ja noch ausreichend Zeit. Und wie jedes Jahr verbringen die Jungs und ich die hochfeierlichen Tage auch in uns gekehrt am Osterfeuer - ein paar göttliche Koteletts und Würstchen darüber brutzelnd. Das macht das Leben lebenswert - und genau diesen Übergang nutze ich, um zum vieldiskutierten Thema "Geschenkideen" ein paar Worte los zu werden:

Konkrete Geschenkideen habe ich eigentlich keine, obwohl ich die letzten Wochen konzentriert darüber nachgedacht habe.

Nun ist es so, dass mein Festnetztelefon seit nunmehr zwei Monaten kaputt ist und ich bisher noch kein neues angeschafft habe (zur Freude von Vodafone). Also sollte jemand ein nützliches Geschenk für mich suchen, dann ist ein schnurloses ISDN-Telefon mehr als willkommen.

Ansonsten kann ich an dieser Stelle nur ein wenig über meine Interessen und Freizeitaktivitäten berichten: Generell bin ich an allem multimedialen und bestenfalls mobilen "Schnickschnack" interessiert. Alles, was Töne und Bilder wiedergibt, bestenfalls noch Interaktion zulässt und bequem in jede Hosentasche passt, findet direkt meine uneingeschränkte Zustimmung.

Dann haben mich Freunde angesprochen, dass in meiner Wohnung ja immer noch Einrichtungsgegenstände fehlen. (Fällt einem selber gar nicht mehr auf.) Zu nennen wären hier z.B. Bett, Couchtisch und Wohnzimmerlampe. Aber Möbel und ähnliches sind natürlich Geschmackssache und somit sehr sensibel und nur mit absoluter Überzeugung zu verschenken.

Nun bewege ich mich aber eher selten in meinen eigenen vier Wänden. Wie schon des öfteren an dieser Stelle erwähnt, bin ich häufig in und um Köln unterwegs, probiere gerne neue Kneipen und Bars aus, koste unbekannte Spezialitäten und - das muss am Alter liegen - versuche sogar Museen und Theater zu erkunden. Und natürlich ist meine Begeisterung rund um Köln und seine Angebote, in welcher Art und Weise auch immer, ungebrochen.

Und um mich selbst davon zu überzeugen, dass Köln den Vergleich mit anderen Metropolen nicht zu scheuen braucht, bin ich auch gerne anderswo unterwegs. Insbesondere kurzzeitige und -fristige Wochenendtrips mit dem Flieger innerhalb Deutschlands und Europa finde ich spitze: Ein H&M-Besuch in Dublin, ein Frühstück in Paris oder eine Intimrasur in Ankara - alles Dinge, die mich jederzeit begeistern.

Aber auch sonst freue ich mich über alles, was zeigt, dass man sich Gedanken gemacht hat: Ein gutes Buch, ein trashiger Film oder was Nettes zum Anziehen sind immer gerne gesehen.

Doch Vorsicht! Was man mir auf keinen Fall schenken sollte:

(a) Tinnef. Etwas zum hinstellen, was keinen wirklichen Zweck erfüllt und nur darauf wartet, abgestaubt zu werden - oder auch nicht.

(b) Eine Armbanduhr. Ich selber trage seit über fünf Jahren keine mehr und habe seitdem auch kein Gerät gefunden, das mich in Design und Funktionalität überzeugt hätte.

(c) Ein Bild. Ich habe mir zu meinem Geburtstag schon ein selbstgemaltes Werk gewünscht und das duldet keine anderen Bilder neben sich!

Um den Informationsaustausch bei Bedarf zu fördern und Doppelgeschenke zu vermeiden, biete ich allen an, die comments-Funktion am Ende dieses Eintrags als Schwarzes Brett zu nutzen und etwaige Vorschläge, Anfragen oder Anmerkungen dort zu posten. Ich werde in diesen Bereich nicht hineinsehen.

So oder so: Macht Euch bitte nicht zu viele Gedanken, insbesondere die Gäste, die von weiter her anreisen. Ich find's toll, wenn Ihr einfach alle in einer Woche dabei seid.

Und sollte der ein oder andere doch eine Kleinigkeit besorgt haben, dann ein Rat an dieser Stelle: Wirf die Quittung nicht weg! ;-)

3 Comments:

At 16:46, Blogger ME said...

Schade, dass Du keine Uhr willst. Ich hätte Dir eine Rolex geschenkt.
Aber da Du etwas dagegen hättest, habe ich mich umdisponiert.

 
At 21:39, Anonymous Anonym said...

Also ich weiss ja nicht was Ihr macht, aber ich werde Herrn Metzen ein buntes Potpourri an Maggi-Fix Gerichten schenken, denn sein für mich zubereitetes Paprika-Sahne-Hähnchen war das beste, das ich je genossen habe...und das war noch nicht mal der Höhepunkt des Abends..aber darüber möchte ich an dieser Stelle nicht berichten, aus Rücksichtnahme auf eine liebe Freundin...

 
At 22:07, Anonymous Anonym said...

Hallo, hier ist die liebe Freundin!
Also,ich bevorzuge ja eher die Paprika-Sahne-Amsel im Schlafrock!

Herr Metzen im Schlafrock ist allerdings nicht zu empfehlen!
Die Gründe möchte ich hier nicht benennen...

Ich werde Herrn Metzen eine kühlende Gel Augenmaske gegen geschwollene Augen schenken ... oder die Biographie von Beppo
mit dem Titel " Nur einmal hab`
ich versagt " ... oder den Bestseller " Gut im Futter " mit wertvollen Ernährungstipps...
Mal sehen ...

 

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